kommunikative kompetenz

 

Kommunikation ist an den ganzen Menschen gebunden, das macht sie hochkomplex. Viele Wirkmechanismen bleiben uns verborgen, und dennoch kommunizieren wir tagtäglich ganz selbstverständlich. Dabei erleben wir so manches Mal, wie irritierend, kränkend oder missverständlich unser Austausch von Botschaften sein kann. Das, was wir ausdrücken wollen, kommt anders beim Gegenüber an, oder wird anders interpretiert, als beabsichtigt. Die Gründe missglückter Kommunikation erschließen sich uns dann im Nachhinein - oder gar nicht.

Der eigentliche Austausch von Befindlichkeiten, Wünschen, erwartungen, das Präsentieren meines Wesens - das Sich-Verständlich-Machen - ist voraussetzungsvoll: es bedarf einer klaren, authentischen und verständlichen Sprache auf der einen, und eines erwartungungsfrei empfangenden und interessierten Zuhörens auf der anderen Seite. Je nach dem, welchem Bedingungsgefüge ein Gespräch unterliegt, wissen wir alle, wie herausfordernd beides sein kann.

 

Gerade in sozialen Berufen nimmt die Verständigung zwischen Fachkraft und den zu begleitenden KlientInnen/AdressatInnen über Sprache und Gesten einen zentralen Stellenwert ein. Misslingt sie, misslingt oft die Hilfe. Häufig können sich unsere KlientInnen nur eingeschränkt verständlich machen oder verbergen sich aus Selbstschutz hinter Phrasen und unklarer Sprache. Im Bemühen um Verstehen bieten wir ihnen ihre unausgedrückten Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse als stellvertretende Deutungen an. Wir benötigen dazu ein hohes Maß an Empathie, aber genauso Techniken hilfreicher Kommunikation.

 

"wer auf andere leute wirken will, der muss erstmal in ihrer sprache sprechen" (kurt tucholsky)

Aber auch im kollegialen Umgang spielt Kommunikation eine herausragende Rolle. Sie be- und verhindert Arbeitsabläufe oder sorgt für deren reibungsloses Funktionieren; sie ist der bestimmende Faktor für ein wohlwollendes oder ein vergiftetes Arbeitsklima; ohne sie kann es weder gegenseitige Beratung noch (positives oder negatives) Feedback geben; auch ihr Ausbleiben ist wesentlich - denn wie Paul Watzlawick bereits sagt, kann man nicht nicht kommunizieren!

 

Basis-workshop (1 Tag)

 

Im workshop „Kommunikative Kompetenz“ schauen wir uns die Wirkmechanismen von Sprache genauer an: Wie beeinflussen unsere Wahrnehmung und unsere Gefühle unseren sprachlichen Ausdruck? Ich vermittle Ihnen grundlegendes kommunikationstheoretisches Wissen und erläutere anschauliche Modelle. Wir nähern uns der Frage: „Wie kann Kommunikation (besser) gelingen?“ vor allem über die Themenfelder „klare Sprache“ und „effektives Zuhören“ – hier kann jede/r noch etwas dazulernen! Wir widmen uns auch Störquellen und konflikthaften Ausprägungen von Kommunikation und erarbeiten uns, wie man diesen begegnen kann. Dabei stärken Sie auch Ihre Verhandlungskompetenzen und Ihre Konfliktfähigkeit. Der ganze workshop-Tag ist mit praktischen Übungen durchzogen. Wir orientieren uns auch an Erfordernisse und Hürden Ihres beruflichen Alltags. Zum Abschluss fragen Sie sich: Was nehme ich mit? Wie setze ich Erkenntnisse im beruflichen Alltag um? Ggf. treffen Sie Vereinbarungen mit KollegInnen oder fixieren Regelungen und Vorsätze.

 

"alles, was du sagst, sollte wahr sein. aber nicht alles, was wahr ist, solltest du auch sagen" (voltaire)

 

Vertiefungs-workshop (1 Tag )

 

Im Vertiefungsworkshop knüpfen wir an die Inhalte des Basis-workshops an und erweitern den Fokus auf die beziehungsstiftenden Elemente von Kommunikation. Wie gestalten und verändern wir Beziehungen (zu unseren KlientInnen, unseren KollegInnen,…) über unsere Art und Weise, zu kommunizieren? Das Fundament gelingender Kommunikation gründet sich auch auf unsere anerkennende und wertschätzende Haltung unseren Mitmenschen gegenüber: sie ist Ergebnis und Bedingung zugleich und wirkt sich direkt auf (den Erfolg) unsere(r) Arbeit aus. Dazu analysieren wir z.B. gute und schlechte Gesprächsverläufe, reflektieren unsere eigenen Anteile, die wir in Gespräche einbringen („inneres Team“) und üben die sogenannte „gewaltfreie Kommunikation“.

 

Wie der workshop den Weg der Professionalisierung bereichern soll:

 

Erhöhung/Verbesserung/Erweiterung

  • Ihrer Fähigkeit, Gespräche zielgerichtet und effektiv als auch wertschätzend, achtsam und beziehungsstiftend zu führen,
  • Ihrer Kenntnisse über die Logik von Kommunikation (Differenzierugn der Inhalte von Botschaften sowie von Interessen und Postitionen)
  • Ihrer Kenntnisse über die Entstehung und den Verlauf von Konflikten,
  • Ihrer Konflikt- und Kritikfähigkeit
  • Ihres Kommunikationsrepertoires (aktives Zuhören, Klare Sprache, gelingende Botschaften, Verhandlungen führen, gelingendes Geben und Nehmen von Feedback,...)
  • Ihrer Frustrationstolenranz und der Effektivität bei "schwierigen" KlientInnengesprächen
  • Ihrer selbstreflexiven Kompetenzen und Ihrer Empathiefähigkeit.