team-entwicklungs-tag

Damit das Team selbst eine Ressource für die einzelnen Teammitglieder darstellen kann, ist es wichtig, die Stärken und Interessen der Mitglieder so weit wie möglich zur Entfaltung kommen zu lassen. In der sozialen Arbeit sind wir da vielfältig aufgestellt, so kommen in unseren Teams unterschiedliche Berufs- und Altersgruppen, Erfahrungsniveaus und Geschlechter zusammen. 

Die daraus entstehenden Potenziale und Synergieeffekte entstehen aber nicht von allein, sondern müssen entdeckt, gefördert und für das Team zugänglich gemacht werden. Am besten gelingt dies in einem offenen und wertschätzenden Klima, welches von Neugierde auf die Kompetenzen der Einzelnen geprägt ist. Ein Teammitglied sollte das Gefühl haben, in seinen ihm eigenen Fähigkeiten gesehen und anerkannt zu werden, sich aber zugleich einen Rückzugsraum erhalten zu dürfen. Es sollte gefordert sein, seine KollegInnen zu beraten, sich ins Team aktiv einzubringen und zu beteiligen, genauso wie es gefördert wird, in dem es sich ins Team fallen lassen darf, gestützt und beraten wird. So wie es gilt,  auf der Ebene des Einzelnen eine Balance zu gestalten, gilt dies auch auf der Ebene des Teams: so sollte es als Ganzes strapazier- und tragfähig sein, als auch durchlässig für die Bedürfnisse seiner Teile, also der Mitglieder.

 

"zusammenkommen ist ein anfang, zusammen-bleiben ein fortschritt, und zusammenarbeit ein erfolg" (henry ford)

 

Nun sind die MitarbeiterInnen sozialer Organisationen stetig gefordert im Umgang mit anspruchsvollen und herausfordernden Menschen und Umständen. Der Beratungs-, Rückversicherungs- und Entlastungsbedarf ist grundsätzlich hoch, die Räume und Kapazitäten dafür limitiert. Als kontinuierlicher „Container“ für die arbeitsweltlichen Bedürfnisse sowie als Projektionsfläche für die persönlichen Stimmungen und Gefühle seiner Mitglieder fungiert: das Team.

Je nach dem, welche Belastungslevel es aufzufangen, welchen Ansprüchen es zu genügen oder welche fehlenden Strukturen es zu kompensieren hat, kommt es früher oder später an seine Grenzen: So wie ein Teammitglied überfordert sein kann, so können auch ganze Teams ausbrennen. Wenn Ihr Team über einen längeren Zeitraum hohe Belastungslevel zu meistern hat, sich die Anzahl der Teamitglieder in kurzer Zeit erhöht hat, Sie einen hohen Krankheitsstand oder eine hohe Fluktuation zu verzeichnen oder sich Aufgaben, Ziele und Postitionen einschneidend verändert haben, dann kann der Team-Entwicklungstag Ihnen helfen, diese Herausforderungen gut zu bewältigen. Aber auch, wenn ein Team schon länger gut zusammen arbeitet, aber das Gefühl hat, neue Impulse können nicht schaden – auch dann macht der workshop Sinn.

 

"die wurzel aller konflikte besteht im gefühl der ausgrenzung" (william ury)

 

Die nachfolgenden Inhalte sind als Bausteine zu verstehen, die Sie - je nach Team-Status und gewünschter Schwerpunktsetzung - entweder auf einen oder auf zwei workshop-Tage verteilen können (dies klären wir natürlich vorab in einem Gespräch). Diese Themen biete ich Ihnen derzeit an:

  • Aufgabenklärung. Diagnose: gibt es Unklarheiten über Arbeitsverteilung oder Rollen? Wo bestehen Reibungsverluste, wo Dissens, wo Konsens? Klärung: Wer ist (oder fühlt) sich wofür verantwortlich? Bei Teilnahme einer Leitungsperson können auch Selbst-/Fremdwahrnehmung der Leitung bzw. der MitarbeiterInnen
  • Stellung im Team: Wie empfinde ich meinen Gestaltungs-, Handlungs- und Entscheidungsspielraum? Wo bin ich über-, wo unterfordert? Wo fühle ich mich gesehen und gewertschätzt, wo nicht? Abgleich Selbst-/Fremdwahrnehmung. Die Teammitglieder finden heraus, wie jeder mit seinen ganz eizigartigen Qualitäten gewürdigt und in die Team-Arbeit einbezogen wird. ***Haben Sie Sorge, dass wir in Wespennestern stochern und Eskalation droht? Sie befürchten das Zutagetreten unliebsamer Themen oder geringschätziges Feedback? Bitte lesen Sie sich unter wissenswertes meinen Anspruch zum geschützten Rahmen oder sprechen Sie mich im Vorfeld an!***
  • Kommunikationskultur: Wir analysieren unsere Kommunikationsprozesse und -stile. Wo können diese optimiert werden (z.B. Teamsitzungen, Übergaben, kollegiale Beratungen,...)? Wie gehen wir mit Konflikten um? Gibt es eine Streit- und Diskussionskultur? Darf Dissens sein? Wir üben, uns verständlich auszudrücken, uns aktiv und zugewandt zuzuhören sowie Konflikte produktiv zu meistern.
  • Leitbild- und Visionsarbeit: das Leitbild der Organisation nach eigenen Ideen umsetzen und gestalten. Visionen formulieren, neue Ziele entwickeln oder bestehenden neues Leben einhauchen. Motivation stärken und erneuern, Teamzusammenhalt und "corporate identity", Energien freisetzen. Hierzu gibt es tolle Methoden, für die aber mindestens ein halber workshop-Tag eingeplant werden sollte.
  • Rahmenbedingungen: Wie sieht unser Umfeld aus, in dem wir uns befinden? Welche Bedingungen sind förderlich, welche hinderlich, woran mangelt es bzw. auf welche Ressourcen können wir zurückgreifen? Welche Erwartungen von welchen Akteuren werden an uns gestellt und (wie) bedienen wir diese? Wo grenzen wir uns ungenügend ab, wo bringen wir uns zu wenig ein? In welcher Ausstattung agieren wir? Wir analysieren die zeitlichen und physischen Räume auf ihre Tauglichkeit und schauen, ob und wie wir diese optimieren können.
  • Optional: Wir beschäftigen uns mit Präventionsstrategien gegen bzw. Bewältigungsmaßnahmen bei Team-Burnout

 

Wie der workshop den Weg der Professionalisierung bereichern soll:

  • Bestandsaufnahme: Status Quo des Teams,
  • Identifizierung von eingeschliffener Kommunikationsmuster und träger Rollenzuweisungen
  • Ursachenklärung von Konflikten
  • Ich-Stärken und Wir-Stärken: Sichtbarmachen der Potenziale und Kompetenzen, Zusammenbringen von Verschiedenheit
  • Stärkung der Wir-Identität
  • (Weiter-) Entwicklung gemeinsamer Werte
  • (Wieder-) Entdeckung von Stärken Einzelner und der Gruppe
  • Anwenden von Reflexions- und Intervisionsmethoden für Teams
  • Optimierung der Kommunikationsprozesse innerhalb des Teams, z.B. klare Sprache, aktives Zuhören, konstruktives Feedback
  • Aktivierung von Team-Ressourcen und gezielter Einsatz von Ressourcen in Belastungsphasen
  • Rollenklärungen und –schärfungen der Teammitglieder